Winterberg (pst). Die Doppelsitzer prägten das Geschehen in der VELTINS-EisArena am Nachmittag des Nikolaustags im EBERSPÄCHER Rodel-Weltcup. Die Österreicher Juri Gatt und Riccardo Schöpf jubelten bei den Männern nach zwei starken Läufen, in denen sie jeweils die schnellste Zeit auf Sauerländer Eis legten. Zweite wurden die Deutschen Tobias Wendl und Tobias Arlt, die sich vor dem zweiten österreichischen Schlitten von Yannik Müller und Armin Frauscher platzierten. Die anderen deutschen Doppelsitzer Hannes Orlamünder/ Paul Gubitz und Toni Eggert/ Florian Müller fuhren auf den Plätzen vier und fünf ein.
Österreich, Deutschland, Österreich, Deutschland lautete der Zwischenstand nach dem ersten Durchlauf. Gatt/ Schöpf aus dem Team Austria hatten sich mit einer Zeit von 42,723 Sekunden sechs Hundertstel vor die deutschen Routiniers Wendl/Arlt gesetzt. Yannick Müller und Frauscher lagen mit ihrer Zeit von 42,811 Sekunden ebenfalls in Schlagweite, genau wie Eggert/ Florian Müller (42,853) und die Letten Bots/ Plume (42,868) im Kampf um einen Podiumsplatz.
„Wir fahren gerne in Winterberg, weil wir da sehr gut rodeln. Wir sind zufrieden mit dem Saisonstart und freuen uns, dass wir mit den Teamkollegen auf dem Podest stehen“, sagte Yannik Müller vom drittplatzierten Schlitten. „Ein Sieg ist immer wunderbar zum Saisonstart in die Olympiasaison. Wir hatten in der Woche immer wieder Probleme, aber am Ende zählt das Rennen“, lautete das Statement der Sieger Gatt und Schöpf. Probleme im zweiten Lauf hatten die beiden Deutschen Wendl/ Arlt im zweiten Lauf. „Da haben wir eine Flugeinlage eingelegt, auf die mancher Skispringer stolz gewesen wäre“, nahm es Tobias Arlt mit Humor.
Einen Heimsieg feierte das deutsche Duo Jessica Degenhardt vor ihrer österreichischen Konkurrenz Selina Egle/ Lara Kipp und den Teamkolleginnen Dajana Eitberger/ Magdalena Matschina. „Im ersten Lauf haben wir Federn gelassen. Im zweiten Lauf haben wir gezeigt, dass wir immer eine Nummer sind, mit der man rechnen muss“, sagte Eitberger. Nach dem erfolgreichen Vorwinter waren die österreichischen Rodlerinnen Egle/ Kipp mit Rang zwei zufrieden. Egle erklärte: „Nach einer schwierigen Trainingswoche sind wir heute zufrieden. Die Fehler müssen wir noch ausbessern.“ Für Rosenthal vom BSC Winterberg war es ein Sieg auf ihrer Hausbahn, ihrem sportlichen „Wohnzimmer“ wie Sprecher Jürgen Bangert scherzte. „Es ist eine Fahrt vom Dachboden in den Keller“, erwiderte Rosenthal darauf. Degenhardt zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden und lobte die Fans und die Bahnarbeiter, die trotz Regens gutes Eis schufen.
Foto: ©Dietmar Reker
