Janine Flock gewinnt ersten Skeleton-Weltcup in 2026

Jacqueline Pfeifer wird fünfte

Winterberg. (Famp) Einen österreichischen Sieg gab es zum Auftakt des IBSF Bob & Skeleton Weltcups in der VELTINS-EisArena in Winterberg: Janine Flock gewann die Skeleton-Konkurrenz bei den Frauen.

Für Janine Flock war es schon der zweite Sieg in dieser Saison, mit dem die Österreicherin auch die Führung im Gesamtweltcup übernehmen konnte. Mit einem sehr starken zweiten Lauf und einer Gesamtzeit von 2:00,22 Minuten gewann die 36-Jährige vor Mystique Ro aus den USA (38 Hundertstelsekunden Rückstand) und Anna Fernstaedt aus Tschechien (61 Hundertstelsekunden Rückstand). Beste Deutsche wurde Jacqueline Pfeifer, die auf den fünften Platz landete. „Ich wäre gerne weiter nach vorne gefahren und hätte den Sprung auf das Podest geschafft, aber im zweiten Durchgang hatte jeder Glück oder Pech. Es war wirklich ein Schneerennen. Platz fünf ist ok, aber nicht das, was ich mir vorgenommen habe für den Heim-Weltcup“, erklärte Jacqueline Pfeifer nach dem Rennen.

Im ersten Durchgang ging es – bei noch nicht so starkem Schneefall – deutlich enger zu: Die ersten drei Fahrerinnen um Spitzenreiterin Mystique Ro (1:00,34 Minuten), Freya Tarbit (Großbritannien) und Janine Flock trennten nur vier Hundertstelsekunden. In Lauerstellung mit 24 Hundertstelsekunden Rückstand und als Viertplatzierte nach dem ersten Lauf, war Jacqueline Pfeifer, die auf reichlich Unterstützung setzen konnte. Rund 100 Fans kamen mit Bus und Pkw aus Brachbach (Rheinland-Pfalz) nach Winterberg. Einen sehr starken ersten Lauf mit einer hohen Startnummer legte Valentina Margaglio hin, die auf Rang fünf fuhr.

Rennen der Herren nach erstem Lauf gecancelt

Der Start für die Skeleton-Herren in das Olympiajahr 2026 war dagegen im wahrsten Sinne des Wortes „vom Schnee verweht“. Die Konkurrenz wurde aufgrund der Witterungsbedingungen nach dem ersten Lauf gecancelt und wird damit nicht gewertet. Grund dafür waren anhaltende Schneefälle, die sportlich gesehen für einen durchaus überraschenden Zwischenstand sorgten.

Denn die Außenseiter ließen in der ersten Weltcup-Konkurrenz im neuen Jahr aufhorchen. Nach dem ersten Durchgang führte sensationell der Österreicher Alexander Schlintner, der als letzter der insgesamt 31 Starter in die Winterberger Bahn gegangen war. Mit einer Zeit 58,77 Sekunden führte Schlintner zunächst vor dem Südkoreaner Jisoo Kim, der vom ehemaligen deutschen Piloten Alexander Gassner trainiert wird, und dem Dänen Rasmus Vestergaard Johansen. Dahinter folgten aus deutscher Sicht Christopher Grotheer und Lukas Nydegger.

Ebenfalls vorzeitig abgesagt wurde - aufgrund der Witterungsbedingungen - der eigentlich am Freitagabend geplante Mixed-Team-Wettbewerb.

Bildnachweis: ©Dietmar Reker