Starker Weltcup-Auftakt für NWBSV-Damen auf der Olympia-Bahn

Jacqueline Pfeifer gewinnt vor Hannah Neise in Italien

Cortina d'Ampezzo (pst). – Ein lautes „Ja“ und „Endlich“, schrie die erleichterte Siegerin nach ihrer Ankunft im Ziel. Es war ein Auftakt nach Maß für die beiden Damen aus dem Bereich des Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverbandes, Jacqueline Pfeifer (RSG Hochsauerland) und Hannah Neise (BSC Winterberg). Auf der Olympiabahn in Cortina d'Ampezzo triumphierte Pfeifer vor ihrer Teamkollegin Hannah Neise und der Belgierin Kim Meylemans mit der jeweiligen Laufbestzeit.

Die Schmallenbergerin Neise war als Dritte des Vorjahresweltcups als Dritte in den ersten Lauf gestartet und distanzierte dabei deutlich die Vorjahres-Weltcupsiegerin Janine Flock aus Österreich und die amtierende Weltmeisterin Kimberley Bos mit ihrer Laufzeit von 58,07 Sekunden. Aber eine sollte an diesem Tag noch besser sein. Die Brachbacherin Pfeifer war die Einzige, die in beiden Läufen unter 58 Sekunden blieb und die Zeiten von 57,99 und 57,94 Sekunden aufs Eis legte. Damit setzte die 30-Jährige ein Ausrufezeichen zum Start des Weltcups und auch hinsichtlich der Olympischen Spiele, die am Ende der Saison in Cortina stattfinden. „Das ist krass und fühlt sich gerade sehr, sehr gut an. Ich kann das alles gerade noch gar nicht richtig glauben – weil ich das lange nicht mehr hatte“, sagte Pfeifer nach ihrem ersten Weltcupsieg seit fast fünf Jahren und den Vorsprung von 23 hundertstel Sekunden. Ebenfalls sehr positiv gestimmt war Hannah Neise: „Das war heute viel besser als erwartet. Im Training bin ich hier gar nicht so gut zurechtgekommen, aber der erste Lauf war schon sehr, sehr gut, der zweite nicht mehr ganz so. Im Endeffekt bin ich aber mega-zufrieden.“

Der Doppelerfolg der beiden NWBSV-Athletinnen war die eine Seite aus deutscher Sicht. Die anderen beiden Deutschen Susanne Kreher (Dresdner SC 1898) und Corinna Leipold (WSV Königssee) hatten als Zwölfte und 13. nichts mit der Spitze zu tun. Daher zog Bundestrainer Christian Baude ein gemischtes Fazit. Von der Siegerin war er aber überzeugt: „Jacka hat sich extrem entwickelt über den Sommer. Sie hat vor allem am Start einen großen Sprung gemacht. Das war heute schon eine Demonstration von ihr, das wird sie auch für die ganze Saison puschen."

 

Foto: Viesturs Lacis/ IBSF