Cortina d‘Ampezzo (pst). – Zwei Teams mit Sportlerinnen aus dem Bereich des Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverbandes (NWBSV) stehen zur Halbzeit des Zweierbob-Wettbewerbs der Frauen auf den Plätzen eins und zwei. Die Bobs von Laura Nolte (BSC Winterberg) / Deborah Levy (SC Potsdam) und Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) / Neele Schuten (TV Gladbeck) führen vor dem US-Team von Kaillie Humphries nach dem ersten Tag im Eiskanal Eugenio Monti in Cortina.
Die US-Amerikanerin sicherte sich noch den ersten Lauf mit ihrer Anschieberin Jasmine Jones die Führung mit Bahnrekord in 56,92 Sekunden. Doch die beiden deutschen Bobs zeigten sich im zweiten Lauf konstant. Nolte / Levi gingen nach 56,97 Sekunden im ersten Lauf mit einer um eine hundertstel Sekunde schnellere Zeit in Führung. Buckwitz / Schuten legten mit 57,05 und 57,06 ebenfalls zwei konstante Durchgänge hin und profitierten vom nicht optimalem zweiten Durchgang der US-Amerikanerinnen, die als Dritte fünf Hundertstel Rückstand auf Rang zwei haben.
Hinter Humphries / Jones lauert auf Platz vier der dritte deutsche Bob von Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) und Talea Prepens (MSC Magdeburg), denen 20 Hundertstel aufs Podium fehlen.
Die aus Unna stammende Nolte sagte: „Ich bin sehr erleichtert, dass wir von der 2 auf die 1 vorfahren konnten. Das war unser Ziel, wir wussten auch, dass wir es draufhaben. Im ersten Lauf war der Start super, aber fahrerisch noch nicht das Optimum. Ich habe den Bügel nicht reinbekommen, war dann zu spät an den Lenkseilen, und dann waren die oberen Kurven nicht so gut. Auch unten waren ein paar Fehler, es war einfach noch nicht das, was es hätte sein sollen. Aber zum Glück war es dann im zweiten deutlich besser.“
Die auf Platz zwei zur Halbzeit liegende Anschieberin Neele Schuten erklärte: „Ich war sehr froh, dass es heute endlich losgegangen ist- Es fühlt sich an, als wäre ich schon eine Ewigkeit da, und ich konnte die ganze Zeit nicht abwarten, dass es endlich losgeht, und es hat genauso viel Spaß gemacht, wie ich mir das erhofft habe mit Lisa. Und deswegen bin ich sehr glücklich. Meine Familie ist auch hier in Cortina - meine Cousine, mein Cousin, meine Eltern, meine Schwester, die sind alle aus dem Norden hierhergekommen und hatten 20 Stunden Anreise.“
Der dritte und entscheidende vierte Lauf folgen am Samstag, 21. Februar, ab 19 Uhr.
Foto: Viesturs Lacis | IBSF
